Grow-Klimaanlage: nach der Last auslegen, nicht nach der Fläche
Einen Produktionsraum zu kühlen ist keine Frage der Gerätegröße: Die Kälteleistung folgt aus einer Wärmebilanz, die von der Beleuchtung dominiert wird, und die Architektur der Wärmeabfuhr entscheidet sich am Gebäudegrundriss.
Die Wärmebilanz beginnt bei der Beleuchtung
Im geschlossenen...
Grow-Klimaanlage: nach der Last auslegen, nicht nach der Fläche
Einen Produktionsraum zu kühlen ist keine Frage der Gerätegröße: Die Kälteleistung folgt aus einer Wärmebilanz, die von der Beleuchtung dominiert wird, und die Architektur der Wärmeabfuhr entscheidet sich am Gebäudegrundriss.
Die Wärmebilanz beginnt bei der Beleuchtung
Im geschlossenen Raum wird nahezu die gesamte installierte Beleuchtungsleistung zu Wärme: 20 kW Leuchten bedeuten rund 20 kW abzuführende Wärme, noch vor Motoren und Wärmeeinträgen über die Umfassungsflächen. Ein Richtwert in Watt Kälteleistung je Quadratmeter beschreibt davon nichts.
Wohin die Wärme geht
Danach kommt die Wärmeabfuhr. Ein Monoblock, der in dem Raum steht, den er kühlen soll, schafft das nicht: Er verschiebt die Wärme innerhalb desselben Raums und fügt die Arbeit seines Verdichters hinzu. Drei Architekturen kommen infrage: der kanalisierte Monoblock mit Verflüssiger außerhalb des behandelten Volumens, das Splitgerät und der Kaltwassersatz, der als Einziger von mehreren Räumen gemeinsam genutzt werden kann.
Kälte ersetzt den Luftentfeuchter nicht
Eine Klimaanlage entfeuchtet, solange sie kühlt. Sobald der Temperatursollwert erreicht ist, schaltet sie ab — genau in dem Moment, in dem die Transpiration weiterläuft und die Feuchte wieder steigt. Daher die Kombination aus Kälteposten und Entfeuchtungsposten, über dieselbe Regelung gegeneinander verriegelt.
Zu prüfen
- Die Einheiten: Ein Teil dieses Markts wird noch in Frigorien pro Stunde katalogisiert. 1 kW Kälteleistung entspricht 860 FG/h: Ein mit 3.000 FG angegebenes Gerät liefert 3,5 kW Kälte und nimmt rund 1 kW auf. Das ist eine abgegebene Leistung, nie ein Verbrauch.
- Das Kondensat: In feuchter Umgebung fällt es kontinuierlich an und muss über Gefälle oder eine Hebeanlage abgeführt werden.
- Das Kältemittel: Ortsveränderliche Geräte mit einem Treibhauspotenzial von 150 oder mehr werden in der Union seit 2020 nicht mehr in Verkehr gebracht, Monoblöcke bis 12 kW folgen zum 1. Januar 2027. R410A mit einem Potenzial von 2.088 ist alles andere als ökologisch; R290 fällt aus der F-Gase-Verordnung heraus, bleibt aber brennbar, Klasse A3.
Nettoleistung, Wärmeabfuhr und Einbindung in die Regelung hängen ebenso vom Gebäude ab wie von der Kultur: Die Raumkühlung wird auf Basis des Grundrisses und der installierten Leistung ausgelegt und anschließend im Angebot beziffert. Da Kälte- und Latentlast gemeinsam berechnet werden, behandelt die industrielle Entfeuchtung den zweiten Teil. Das Trio aus Wärme, Licht und Belüftung legt die Grundlagen, und diese Rubrik gehört zum Industrieklima.
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