Mechanische Erntemaschine: kg/h vergleichen, nicht Trommeln
Eine mechanische Erntemaschine im Werkstattformat wird über drei Größen ausgewählt: den tatsächlich gehaltenen Durchsatz in kg/h, die Schnittqualität an Ihrem Material und die Reinigungszeit zwischen zwei Chargen. Der Rest ist Karosserie.
kg/h trocken oder kg/h frisch: die Verwechslung, die zweimal zahlen lässt
Keine Durchsatzangabe ist verwertbar, ohne den Materialzustand zu kennen, bei dem sie gemessen wurde. Das Massenverhältnis zwischen frisch und trocken liegt bei etwa 4 bis 5 zu 1: Eine Maschine mit angegebenen 15 kg/h im Nassverfahren und eine andere mit 3,5 kg/h im Trockenverfahren können dieselbe Ernte bewältigen. Der Feinheitsgrad, bei dem der Durchsatz ermittelt wurde, verändert das Ergebnis noch einmal um den Faktor zwei.
- Werkstatt- oder Kleinchargenformat: einige Kilogramm pro Stunde Trockenmaterial. Die Maschine entlastet ein kleines Team, sie ersetzt es nicht.
- Industriekapazität: Maschinen, die diesen Namen tragen, arbeiten im Bereich von zig Kilogramm pro Stunde, mit halbkontinuierlicher Beschickung, Förderband und integrierter Absaugung.
Trocken- oder Nassverfahren: zwei verschiedene Wege
Das Entblättern im Trockenverfahren erfolgt nach der Trocknung. Es schont bestimmte flüchtige Verbindungen besser und kennt keinen Zeitdruck, verschmutzt aber die Schneidorgane und erzeugt einatembare Stäube, was eine Absaugung an der Quelle erfordert.
Das Entblättern im Nassverfahren erfolgt beim Schnitt, an frischem Material. Es ist schneller und leichter zu reinigen, verlangt aber den sofortigen Eintritt in die Trocknung, also eine noch am selben Tag freie Kammer. Die Wahl des Verfahrens organisiert die gesamte Werkstatt.
Schnittqualität: Bruch, Erwärmung, Trichomverlust
Eine elektrische Erntemaschine wird danach beurteilt, was sie beschädigt, nicht danach, was sie schneidet. Drei Kennwerte sollten beim Versuch gemessen werden:
- Einstellbare Feinheit: die Aggressivität nach Art und Zielergebnis anpassen, statt einer einzigen Werkseinstellung.
- Bruchanteil: Anteil zerkleinerten Materials, das in die Nebenfraktion fällt.
- Erwärmung: Jede Temperaturerhöhung während des Durchlaufs geht zulasten der flüchtigen Verbindungen.
Keine Maschine arbeitet ohne Verlust an Drüsentrichomen: Deshalb verfügen Trommelmodelle über eine Rückgewinnung der abgelösten Fraktion.
Reinigung zwischen Chargen und eingesparte Arbeitskosten
Ein Durchsatz zählt nur bezogen auf einen vollen Arbeitstag: Zerlegen, Bürsten und Zusammenbauen gehen von der produktiven Zeit ab und bestimmen die Chargentrennung. Prüfen Sie die Edelstahlausführung, die werkzeuglose Zerlegbarkeit und die tatsächlich gemessene Zeit.
Das wirtschaftliche Argument lesen Sie in Ihrer eigenen Planung ab: manueller Takt in Kilogramm je Person und Stunde, belasteter Stundensatz, Jahrestonnage, Stillstandstage. Das Verhältnis zwischen Maschinendurchsatz und manuellem Takt hängt zu stark von der Art ab, um vorab genannt zu werden — es wird bei Ihnen gemessen.
Was wir heute führen
Eine einzige Maschine ist in dieser Rubrik gelistet: eine kompakte Trocken-Erntemaschine mit 90 W, mit wechselbarer Edelstahltrommel (Maschen von 120 und 150 µm), angegeben mit 3,5 kg/h Trockenmaterial. Dieser Durchsatz entspricht dem Werkstatt- oder Kleinerzeugerformat, nicht einer Kapazität von zig Kilogramm pro Stunde. Höhere Kapazitäten werden projektbezogen ausgelegt.
Wie es weitergeht
Zur Bezeichnung: Im Handel läuft diese Gerätegattung auch unter dem Namen Entblätterungsmaschine, was in Deutschland zuerst an den Weinbau denken lässt. Gemeint ist hier ausschließlich das Entblättern geernteter Pflanzen in der Werkstatt, nicht die Freilandtechnik im Rebbau. Das breitere Angebot an Tischgeräten und Handmodellen führt der allgemeine Katalog. Die vollständige Werkstatt beschreibt die Kette aus Ernte und Trocknung, den Schnitt unser Artikel wann schneiden und wie manikürieren.