Traytragende Konstruktionen, kein Lagerregal
Ein Anzuchtregal oder ein Vermehrungswagen wird über drei Zahlen ausgewählt: die Anzahl genormter Trays, die er aufnimmt, die lichte Höhe zwischen den Ebenen und die zulässige Last je Ebene, wenn die Trays mit Wasser gesättigt sind.
Was diese Rubrik tatsächlich enthält
Vier Artikel sind hier gelistet, und sie bilden keine einheitliche Baureihe: zwei Vermehrungswagen, eine Regalhaube, die ein Mikroklima-Zubehör und keine Konstruktion ist, und ein vollständiges Regalanbausystem, das der Lieferant als auf Bestellung verfügbar ausweist. Letzteres gehört in eine Projektplanung: Die Budgets reichen von unter hundertfünfzig Euro netto für die Haube bis über achttausend.
Zwei Punkte verändern eine Kaufentscheidung: Beide Wagen sind unbeheizt, die Bodenwärme wird über ein separates Gerät gelöst; und diese Artikel sind Beschaffungsware, Lieferung auf Palette, Lieferzeit im Angebot.
Traykapazität und lichte Höhe zwischen den Ebenen
Die Kapazität wird in Standardtrays angegeben: fünf beim Wagen mit integrierter Beleuchtung, sechzehn beim geschlossenen fahrbaren Wagen wie bei der Regalhaube. Dieser Wert gilt nur bezogen auf das im Betrieb tatsächlich verwendete Trayformat: Die Kompatibilität ist vor der Bestellung zu prüfen.
Die lichte Höhe zwischen den Ebenen entscheidet zwischen Dichte und Handhabbarkeit. Ein enger Ebenenabstand maximiert die Trayzahl je Grundfläche, verhindert aber, dass eine behandschuhte Hand unter die obere Ebene greift, und rückt die Beleuchtung an den Bestand heran; ein großzügiger Abstand erleichtert die Arbeit und kostet Trays. Die Entscheidung hängt von der Verweildauer der Chargen ab.
Tatsächliche Mobilität und zulässige Last
Ein Wagen ist nur mobil, wenn das Gebäude es zulässt. Vor der Bestellung zu messen:
- Rollendurchmesser und Bodenbeschaffenheit: Rollen von rund zwölf Zentimetern überwinden eine Schwelle, kleine Rollen bleiben daran hängen;
- Durchgangsbreite von Türen, Gangwinkel und Wendekreis bei voller Beladung;
- Bremsen, unverzichtbar, sobald der Wagen als Arbeitsfläche dient;
- zulässige Last je Ebene: Ein wassergesättigtes Multiplattentray wiegt mehrere Kilogramm, und die Last summiert sich;
- Korrosionsbeständigkeit: Eine feuerverzinkte Konstruktion verträgt Dauerfeuchte weit besser als lackierter Stahl.
Geschlossenes Gehäuse oder offene Konstruktion
Eine offene Konstruktion teilt das Raumklima: waschbar und leicht zu kontrollieren, setzt aber einen bereits feuchtegeregelten Raum voraus. Ein geschlossenes Gehäuse, Plane oder Haube, erzeugt rund um die Trays ein lokales Mikroklima mit hoher Feuchte und entkoppelt das Anwachsen vom Raumklima; Magnetverschlüsse verhindern die teilweisen Öffnungen, die die Gleichmäßigkeit ruinieren. Im Gegenzug muss es überwacht werden: Ohne Luftwechsel begünstigt die Dauerfeuchte Krankheiten am Wurzelhals, und eine antimikrobielle Beschichtung mindert das Risiko, ohne es zu beseitigen.
Die Desinfektion zwischen zwei Chargen bleibt daher die entscheidende Maßnahme: Sie setzt eine zerlegbare oder an Ort und Stelle waschbare Konstruktion ohne unzugängliche Ecken voraus. Was umgangssprachlich als Anzuchtregal bezeichnet wird, ist hier auf wiederholte Last und wiederholte Reinigung ausgelegt.
Für den nicht gewerblichen Einsatz bewegen sich die Probox-Propagator-Zimmergewächshäuser und Trays, Hauben und Stecklingszubehör in einem ganz anderen Maßstab. Auf der Lichtseite fügt sich die professionelle Beleuchtung in unbestückte Konstruktionen ein. Diese Rubrik gehört zur professionellen Vermehrung.